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Ratgeber · Preise verstehen

Black Friday 2026: Termin und was wirklich günstiger wird

Der Black Friday 2026 fällt auf Freitag, den 27. November, der Cyber Monday folgt am 30. November. Beide Termine leiten sich vom US-amerikanischen Thanksgiving ab — Black Friday ist traditionell der Freitag danach, Cyber Monday der darauffolgende Montag. In Deutschland hat sich daraus längst eine mehrwöchige „Black Week" entwickelt, in der Händler ihre Aktionen bereits Tage oder sogar Wochen vor dem eigentlichen Datum starten.

Was an diesem Tag konkret passiert, unterscheidet sich stark von Händler zu Händler und von Produkt zu Produkt. Es gibt keinen einheitlichen „Rabatt-Schalter", der am 27. November umgelegt wird. Manche Preise fallen bereits Tage vorher, andere erst am Wochenende selbst, wieder andere gar nicht. Wer sich das nüchtern anschaut, kann realistischer einschätzen, wo sich ein Blick lohnt — und wo der Black Friday vor allem Marketing ist.

Wo Nachlässe historisch häufiger vorkommen

Nach allgemeiner Beobachtung des Handels ziehen bestimmte Produktgruppen rund um den Black Friday tendenziell eher nach:

Das sind Muster, keine Garantien. Ob ein konkretes Produkt tatsächlich günstiger wird, lässt sich nur durch einen Blick auf den eigenen Preisverlauf des Artikels beurteilen — nicht durch das Kalenderdatum allein.

Wo kaum etwas nachgibt

Genauso gibt es Produktgruppen, bei denen der Black Friday erfahrungsgemäß wenig bewirkt:

Black Friday, Cyber Monday, Black Week — was der Unterschied ist

Die drei Begriffe werden oft synonym verwendet, meinen aber unterschiedliche Dinge. Black Friday ist ursprünglich der stationäre Auftakt in den USA. Cyber Monday wurde später speziell für Online-Angebote am darauffolgenden Montag geprägt, als Internetkäufe noch seltener waren als heute — die Trennung zwischen „stationär" und „online" ist inzwischen weitgehend verschwunden, der Name ist geblieben. Black Week wiederum ist kein historischer Begriff, sondern eine Marketing-Erweiterung: Händler ziehen den Aktionszeitraum bewusst auf mehrere Tage oder eine ganze Woche, um die Aufmerksamkeit länger zu binden. Für Sie als Käufer bedeutet das vor allem: Es gibt keinen einzelnen magischen Tag, an dem alle Preise gleichzeitig fallen — die Aktionen verteilen sich, und einzelne vermeintliche „Highlights" tauchen mitunter schon Tage vor dem eigentlichen Freitag auf.

Warum der durchgestrichene Preis wenig aussagt

Rund um den Black Friday häufen sich Angebote mit großen, durchgestrichenen Vergleichspreisen. Diese Vergleichspreise sind in vielen Fällen unverbindliche Preisempfehlungen (UVP) oder künstlich hoch angesetzte „Statt"-Preise, die real kaum verlangt wurden. Ein großer Prozentwert neben dem Artikel sagt für sich genommen nichts darüber aus, ob der aktuelle Preis tatsächlich niedrig ist. Mehr dazu — inklusive der Frage, was der Unterschied zwischen UVP und „bisherigem Preis" eigentlich ist — lesen Sie im Ratgeber UVP, Streichpreis und „statt"-Preis.

Wie Sie den Tag sinnvoll nutzen

Statt sich von Countdown-Timern und „nur noch heute"-Bannern treiben zu lassen, lohnt sich eine ruhigere Herangehensweise:

  1. Merkliste vorbereiten: Legen Sie schon vor dem 27. November fest, welche Produkte Sie tatsächlich interessieren, statt spontan im Angebots-Strudel zu entscheiden.
  2. Eigenen Preisverlauf prüfen: Ein einzelner Tiefpreis-Banner ersetzt keine Historie. Wie Sie das selbst nachvollziehen, zeigt der Ratgeber Preisverlauf prüfen: echte Rabatte erkennen.
  3. Sich nicht hetzen lassen: Warum künstliche Verknappung und Countdown-Uhren wirken, wie sie wirken, erklärt der Ratgeber Blitzangebote und Countdown-Timer.

Der Schnäppchenradar selbst arbeitet an genau diesen Tagen wie an jedem anderen: Er zeigt nur Preise, die unter unserer eigenen letzten Messung liegen, unabhängig davon, ob „Black Friday" auf dem Banner steht. Einen Überblick über aktuell gemessene Rückgänge finden Sie auf der Deal-Übersicht, die genaue Vorgehensweise dahinter in unserer Methodik.

Kurz zusammengefasst

Black Friday 2026 ist am 27. November, Cyber Monday am 30. November. Elektronik-Zubehör und Vorjahresmodelle geben tendenziell eher nach, Neuerscheinungen und Nischengeräte kaum. Verlassen Sie sich nicht auf Prozentbanner, sondern auf den eigenen Preisverlauf des Produkts, das Sie kaufen möchten.